Kurs 4: Barockgesang

1. September bis 5. September 2010, Hochschule für Musik

Leitung: Andreas Scholl, Countertenor (Artist in Residence der  Hochschule für Musik)

Cembalo: Markus Stein
Kursprogramm: Giovanni Battista Pergolesi (1710-1736): Arien und Duette aus Messen, Vesperpsalmen, Gloria-Gesänge, Stabat Mater

Stimmlagen
: Sopran - Mezzosopran - Alt - Altus - Countertenor
Vorsingen am Samstag, 26. Juni 2010, ab 14:00 Uhr (Hochschule für Musik, Roter Saal)
Konzert am 5. September 2010

Anmeldung
bis 18. Juni 2010

Gebühren
: 300 € zuzügl. 50 € Bearbeitungsgebühr
(Studierende der Hochschule für Musik Mainz und des Peter-Cornelius-Konservatoriums: 100 €, Bearbeitungsgebühr entfällt)

Am 4. Januar 2010 feierten die Italiener den 300. Geburtstag ihres größten Komponisten zwischen Vivaldi und Cimarosa: Giovanni Battista Pergolesi. Sein "Stabat mater" machte ihn unsterblich – das Vermächtnis eines 26-Jährigen auf dem Totenbett. Andreas Scholl befreit das abgespielte Werk vom Firnis der Jahrhunderte. Eigens für den Singing Summer studiert der Counter-Star aus dem Rheingau das Stabat mit jungen Stimmen und Barockmusikern ein. Er beweist, welch subtile Schattierungen des Ausdrucks der junge Pergolesi für die Trauer der Gottesmutter fand. Nicht minder schön als das Stabat, aber bis heute so gut wie unbekannt sind die beiden Messen und die Vesperpsalmen des Komponisten aus Jesi. Die schönsten Arien und Duette aus diesen großen Kirchenwerken runden das Programm ab – Gloria-Gesänge, die zum Schönsten gehören, was das 18. Jahrhundert hervorgebracht hat.

Andreas Scholl  Andreas Scholl

Andreas Scholl wurde am 10. November 1967 im hessischen Eltville geboren. Bereits mit sieben Jahren begann seine musikalische Ausbildung bei den "Kiedricher Chorbuben". Andreas Scholl gelang es, seine Kopfstimme über den Stimmbruch hinaus zu erhalten. Seine außergewöhnliche Begabung wurde entdeckt und er entschloss sich, eine musikalische Ausbildung an der Schola Cantorum Basiliensis aufzunehmen. Zwischen 1987 und 1993 studierte Scholl bei Richard Levitt und René Jacobs in Basel. Mittlerweile ist er selbst als Dozent an der Schola Cantorum Basiliensis tätig. Andreas Scholl gewann bereits 1996 den Baroque Vocal Prize bei den Grammophone Awards. Seither hat er viele weitere Ehrungen erhalten, so u.a. den Prix de l'Union de la Presse Musicale Belge oder den Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 1/2004. 1998 wurde er vom Label Decca unter Vertrag genommen, bei welchem erfolgreiche Einspielungen wie Hereos (1999), Wayfaring Stranger (2001) oder Arcadia (2003) erschienen sind.   Als Opernsänger wirkte Andreas Scholl bisher in verschiedenen Opern Händels mit. Sein Operndebüt erfolgte 1998 in Rodelinda als Bertarido unter der Leitung von William Christie. Den Julius Caesar spielte er in der gleichnamigen Oper u.a. in Kopenhagen.   Im im Bereich der Popmusik verfolgt Andreas Scholl diverse Projekte, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Band „Orlando und die Unerlösten“.  

(Weitere Informationen: www.andreasscholl.ch)